Das Frühjahrskonzert am 11.03.2012

Was war denn am 11. März 2012 in der Tostedter Schützenhalle los?

Ach ja, das großartige Frühlingskonzert des Spielleuteorchesters ut Töst un Glüsen - fand dort statt.

Das Rezept dafür lautete: Man nehme viele Monate eifrigen übens im Zusammenspiel der Instrumente, harte Arbeit ist dafür von Nöten. Jeder bringt sein Bestes, Unlust zählt nicht, keine Zeit zu haben, gibt es nicht. Der „Herdenführer” muss seinen „Schäflein” sagen was und wie er es hören will, um dann dem Zuschauer die gebührende Freude zubereiten. Mit dieser Willigkeit und Vorfreude, waren die Grundideale vorhanden.
Eine große Helferschar stand parat, sie hatten alle erforderlichen Aufbauarbeiten (Tische/Stühle und die Küche einsatzbereit) gemacht, um Kaffee/Getränke und Kuchen den Gästen zu verkaufen. Im Saal hatten inzwischen erwartungsvoll ca. 450 Zuhörer ihre Plätze eingenommen, sie saßen fröhlich zusammen und freuten sich auf einen netten Nachmittag.
Auf dem vergrößerten Podium saßen die Musiker, nach Stimmlagen und Instrumenten gruppiert. Rainer Bostelmann als Dirigent, hatte seine richtige Jacke erhalten – es konnte also losgehen. Wenn es still gewesen wäre, hätte jeder das Herzklopfen der Musiker hören können.

 

 

Mit „Trumpet Voluntary” begann das Konzert, der Marsch „Prince of Denmarks Marsch” – von J.Clarks 1700. Mit Trompete oder Orgel – eine Melodie wie eine Hymne – die die Spielleute toll umsetzten. Klaus–Henning Becker führte wieder gekonnt durch das Programm, begrüßte die Gäste und stellte die Musikanten namentlich vor.

Der „unendliche” viel geliebte „ Second Waltz” entsprach dem schönen Musikgefühl. Seit Jahren der große Erfolg von Andre Rieu.
Unter Leitung von Frank Matthies, spielten sie nun aus dem „ Phantom der Oper”. Die Arie wurde von Cathleen Gottschalk und Rainer Bostelmann gesungen und riss die Zuhörer in ihren Bann. Für Cathleen ein gelungener Part – sehr schön anzuhören, liebe Cathleen.

Es folgte im Trabe „Herrenabend” - Armeemarsch - Leichte Kavallerie von PH. Fahrbach 1870. Man konnte sich die Pferde im leichten Trabe dazu einbilden.
Der immer sehr beliebte, ernsthafte Marsch – „Des großen Kurfürsten Reitermarsch” – mit dem Solo Trompeter Martin Rienow, folgte mit dem Signal von der Theke aus. Der Komponist war Kuno Graf von Moltke 1892.
Der Trompeter, in der roten Uniform der 5. Blücherhusaren von Wahlstatt – Pommersches Regiment 1914 – war ein toller Anblick und Auftritt gewesen.

„Egerland Heimatland” auch immer wieder ein Ohrwurm, mit der Sehnsucht nach Heimat und der Fröhlichkeit der entsprechenden Instrumente.
Bekannt durch Ernst Mosch, der es 1960 geschrieben hat – es wurde toll dargeboten. Da wurden schon die Hände und Füße im Takt bewegt.
Das Stück „Jasmin” von James Last (Hans Last) kam auch gut rüber. 1943 begann seine musikalische Entwicklung in der Heeresmusikschule Bückeburg.

Das humorvolle Lied „Mein kleiner grüner Kaktus” kennen wir alle, es wurde ab 1934 von den Comedian Harmonists – A Capella gesungen.
Die Melodie ist unsterblich, sie wurde nun genau so fröhlich, instrumental vom SLO gespielt.
Das Highlight „Erinnerung an Zirkus Renz” fantastisch auf dem Marimbafon von Björn Bostelmann dargebracht, riss zu wahren Begeisterungsstürmen hin. Die Geschwindigkeit, mit der er die Klangkörper bediente war mehr als fix! Komponist ist Gustav Peter, der es 1905 geschrieben hat.

Inzwischen tat sich etwas Neues auf dem Podium – es kam ein Mann im Schottenrock (Kilt) mit dazu gehörender Kappe auf die Bühne, was die Zuschauer zu Lachanfällen brachte. Denn dieser Mann war ein „Schotte” aus Todtglüsingen mit dem bürgerlichen Namen „Rainer Bostelmann”, der sich zum nächsten Stück, passend gekleidet hatte.
„Highland Cathedral” wurde uns von den Musikern eindrucksvoll aufgespielt und hat jeden toll gefallen. In Verbindung mit dem „Schotten”, eine gelungene Darbietung. Die Deutschen – Roever und Korb – haben die Melodie 1982 komponiert. In Schottland spielen es zumeist die Dudelsackspieler. Es ist eine Melodie, die unter die Haut geht.

„Marche offizielle des Parachutistes Belges” – Marsch der belgischen Fallschirmspringer – wurde 1945 von P.Leemanns komponiert. Er hat diese tolle, anspruchsvolle Melodie geschrieben, diese wurde eindrucksvoll im guten Zusammenspiel aller Musiker vorgetragen!

Es folgte nun die angesagte Kaffeepause – die Zuhörer hatten alle einen frohen Gesichtsausdruck – so locker macht gute Musik.
2 Stück Kuchen, Kaffee / Tee satt gab es für 6,-- Euro – das war für jeden erschwinglich und tat allen gut. Unsere Spielleute konnten nun auch etwas ihre Beine vertreten, ihre Muskeln entspannen und ihren Durst löschen, um für den zweiten Teil gestärkt zu sein.

Mit dem 2. Teil des Konzertes, wurde eine besondere Einlage geboten, dem Einmarsch der Hochzeitspaares – Carina und Dirk Meier – mit den kleinen Blumenkindern. Zum Sommernachtstraum (von F.Mendelsohn-Bartholdy) standen wir Zuschauer Spalier und es war richtig feierlich.
„Can you feel the Love tonight „ – Vom Komponisten und Sänger Elton John – ein gefühlvoller Song. Mit dem Stück „The Only Ones” – aber dich gibt es nur einmal für mich - wurde das Paar hinausbegleitet.

Es folgte „Brazil” mit einer flotten Tanzeinlage der jungen Mädchen von der Jazzgruppe unter Leitung von Ilka Bode. Dieser Vortrag war für Auge und Ohr wieder etwas Besonderes.
Das Stück „El Condor Pasa” – jedem bekannt mit der Pan Flöte, hat uns sehr gut gefallen, es ist eine Melodie zum Träumen.

 

Nun gab es noch ein großes Highlight für uns mit dem Duett: „ Schön ist es auf der Welt zu sein”, vorgetragen von Cathleen und Rainer, es hat großen Spaß gemacht Euch zuzuhören! Roy Black hatte es 1971 geschrieben und mit der 10 jährigen Anita Hegerland gesungen. Das Lied hat seinen hohen Beliebtheitsgrad bis heute behalten.
Als nächstes folgte „Power of Love” eine wunderschöne Melodie, da möchte man am Strand liegen und träumen. Für die verschiedenen Stimmlagen der Flöten bestens geeignet.
„Every thing I do, do it for you”, das Solo spielte wieder Martin Rienow auf der Trompete. Komponist ist der Kanadier Bryan Adams der diesen bekannten Song schrieb. Auch hier haben die Spielleute alles gegeben, ein schöner Klangkörper.

Das Konzert neigte sich seinem Ende zu. Klaus–Henning Becker ergriff noch mal das Mikrofon und Wort, um den Dank an die Zuschauer, die Musiker, an die Technik und die vielen Helfer, ausdrücklich auszusprechen!
Er machte auf die beiden Spendensammler am Ausgang des Saales aufmerksam, denn ohne Unterstützung kann so ein Event nicht aufgezogen und durchgeführt werden!

Zum Abschluss gab es „Amazing Grace” gesungen von Cathleen und Rainer, dirigiert von Uwe Albers SL Todtglüsingen. Diese Melodie ist ja jedem bekannt und löst vielerlei dankbare Gefühle aus.
Amazing Grace = Ein schöner Tag – so singen wir in Wistedt – ist auch der passende Ausdruck für diesen schönen Nachmittag! Wir mussten dafür keine Reise machen – obwohl uns die Melodien auf Reisen schickten.

Wir mussten keinen Eintritt zahlen – obwohl das wunderbare Konzert einen hohen Stellenwert hat! Unseren Ohren und Augen wurde sehr viel geboten von allen Akteuren des Spielleuteorchesters aus Todtglüsingen und Tostedt. Jeder hat sein Bestes gegeben und jedem gebührt großer Dank für diese Leistung!
Ebenfalls jedem Helfer/Helferin, die für das gute Gelingen ihre Freizeit und Kraft zur Verfügung stellten, gilt dieser Dank.
Jeden mit Namen zubenennen, würde mir nicht gelingen, aber ich meine Euch alle!! Jedes Rädchen ist so wichtig, damit es ausgewogen laufen kann und das war bei Euch der Fall!

Natürlich ging noch keiner von den Gästen, ohne Zugaben hören zu wollen.
Der „Schönfeld Marsch” – ein wunderbarer Marsch aus österreich mit dem Flair des Landes.Komponist Carl Michael Ziehrer 1890. Ich kenne mehrere Versionen, auch aus dem Ausland und bin stets begeistert.
„Gruß an Kiel” mit dem hohen Bekanntheitsgrad, war die zweite Zugabe und gefällt uns auch noch, wenn man ihn zweimal hört!

Die Zuschauer jubelten immer noch und klatschten Beifall, also gab es noch eine Zugabe „Zirkus Renz” womit uns erneut eine große Freude gemacht wurde! Stehend zollten wir den Musikanten den verdienten Beifall und die Anerkennung für ihre gute Leistung, für die Vielzahl der herrlichen Melodien, für die überraschenden Momente und für das gelungene Konzert.

Die beiden Spendensammler an der Tür, bat ich um ein Lächeln, was sie auch taten und dafür ihren Obolus bekamen.
Vielleicht dürfen wir uns dann Mal auf ein neues Konzert freuen, vielleicht in der Kirche im Advent oder im nächsten Frühjahr? Wir Zuhörer sind allzeit bereit!

Also nochmals ein herzliches Dankeschön Euch allen, Aktive und Helfer, für so einen schönen Tag im März 2012.

Bleibt gesund und guter Dinge, wünscht Euch mit frühlingshaften Grüßen
Eure Anne-Liese