Singen in den Sommer und dem Klang von Instrumenten am 07. Juli 2013

(Es passte total zu diesem sonnigen Sonntag)

Wieder gab es im Schützenhaus in Tostedt einen musikalischen Nachmittag. Dieser wurden von den Töster Sängern – der Musikvereinigung Tostedt und dem Spielleuteorchester Todtglüsingen gestaltet.

Die Bühne war seitlich aufgebaut, so konnte jeder den Ohren– und Augenschmaus genießen. Das interessierte Publikum saß erwartungsvoll an den Tischen davor. Moderiert und durch das Programm geführt, wurde wieder von Klaus – Henning Becker, der die Gäste herzlich begrüßte. Mit viel Hintergrundwissen über die Komponisten, sagte er die musikalischen Stücke an.
„Wir sind die Töster Sänger” damit stellte sich der Männergesangverein vor.
Swea Geißler dirigierte den vielstimmigen Männerchor mit großem Einfühlungsvermögen und beeindruckte mich sehr.

Das erste Lied "im Abendrot" von Franz Schubert , mit dem schönen Text und den wohlklingenden Männerstimmen, gefiel sehr gut.
„Es löscht das Meer die Sonne aus” ein Schifferlied von Friedrich Silcher – ist auch immer wieder ein Genuss.
„Die Nacht” ein Lied für Männerstimmen bestens geeignet, kannte ich nicht.
„Das Morgenrot” Am kühlenden Morgen, wenn alles noch ruht, erscheint es am Himmel, wie goldene Flut. Da öffnet Allvater den himmlischen Saal und schaut dann hernieder auf Berg und ins Tal. Einfach herrlich, stimmgewaltig – Töne anschwellend, packend und Gänsehaut erzeugend! Das Chorwerk stammt von Robert Pracht 1878 – 1961.

Jungen Menschen eine Chance zu geben und ihrer Musik, Raum zu lassen, war eine gute Idee. Wie schon von Klaus–Henning Becker gesagt, wie wichtig es sei, dass jungen Musikinteressierten auch die Gelegenheit gegeben wird, sich vorzustellen!
Denn fast alle Vereine leiden unter Nachwuchsmangel, das sollte bedacht werden.
Die Musikvereinigung geht auch diesen Weg, fördert junge Menschen und bildet sie an Instrumenten aus.
So kamen jetzt also zwei Musikanten und eine Sängerin auf die Bühne. Sarah Elena Lüers – begleitet von ihrem Cousin Leander Löwe mit seiner Geige und Maximilan Kappel mit seiner Gitarre.
„Halleluja” von Leonard Cohen, stand auf dem Programm. Cohen singt das Gebet, mit tiefer, rauer Stimme. Alexandra Burke und Susan Boyle singen es mit toller Stimme.
Nun also Sarah Elena Lüers, mit ihrem Halleluja – ihre volle klare Altstimme und ihre frohe Ausstrahlung hat uns allen sehr gut gefallen. Sie setzte mit ihrer Stimme, das Halleluja sehr gut um. Die Geige und die Gitarre waren dazu der richtige Rahmen. Diese drei jungen Menschen haben ihr Debüt glänzend gemeistert, sich gegenseitig ergänzt und ihre Sache sehr gut gemacht!
Der Beifall brachte zum Ausdruck, wie sehr es dem Publikum gefallen hat.!
Wer schon mal auf einer Bühne stand, kann es nachempfinden – Herzklopfen und Lampenfieber gehören dazu.

Inzwischen nahm das Spielleuteorchester – 18 Musikerrinnen und Musiker – ihre Aufstellung auf der Bühne. Die Instrumente Sopran–, Alt– und Tenorflöten, kleine und große Trommel, Pauke, Lyra, Marimbafon und Becken, garantierten eindrucksvoll, melodisch und wohlklingend, das gute Zusammenspiel der Spielleute. Es war wieder ein großer Genuss dieses zu sehen und zu hören!
Das Stück „Trumpet Tune” eine gefühlvolle, gewaltige Melodie – von Henry Purcell 1659–1695 – einem Barock Musiker. Er war einst Chorknabe und dann Organist. Deshalb klingt es auch so mächtig auf der Orgel in der Kirche. Die Spielleute setzten es auch wieder passend um mit ihrer Instrumentenvielfalt.
Mit „Highland Cathedral” wurde eines meiner Lieblingsstücke gespielt. Das es zwei Deutsche – Roever und Korb – geschrieben haben und nicht Briten oder Schotten, ist kaum zu glauben. In Bremen auf der Musikschau der Nationen wurde es auch schon von allen zusammen gespielt. Es ist ein großartiges Musikstück.
Am Becken agierte Heiner Kuhlmann mit Kraft und Akribie, es hat mich sehr beeindruckt. Karsten Marquardt dirigierte sehr aufmerksam, mit Gefühl seinem Können und der Liebe zur Musik.

Jetzt gab es die wohlverdiente Pause, mit Kuchen und Kaffee.Die Tische waren vorher schon von den Frauen der Sänger eingedeckt und mit Efeu geschmückt worden. Die Frauen kamen mit den Kuchentellern und dem Kaffee an die Tische, alles klappte vorzüglich.
Nach 45 Minuten ging es im Programm weiter.

Das Spieleuteorchester spielte den „Schönfeld Marsch” von Carl Michael Ziehrer 1890 – dieser beschwingte Marsch gefällt wohl jedem – und dem Flair aus Österreich.
Als Zugabe wurde „Adalita” gespielt. Die beschwingte Melodie stammt aus Mexico und wurde bei uns von Ronny gesungen, auch wieder ein Ohrwurm für uns.
Es folgte ein Heinz Rühmann Medley, unterstützt von drei Sängern erklangen die flotten Melodien. (Man konnte Rühmanns verschmitztes Lächeln erahnen)
„Wozu ist die Straße da zum Marschieren”, „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern” und „Ein Freund, ein guter Freund, das ist das Schönste, was es gibt auf der Welt” im Publikum wurde mitgesummt und der Refrain gesungen.
„Schön ist es auf der Welt zu sein” – Roy Black – lebte wieder auf – bekannt und fröhlich mit dem Endwort "Stachelschwein".

Sarah Elena Lüers kam noch mal auf die Bühne, begleitet von Swea Geißler, sie spielte am Klavier. „Weine nicht um mich Argentina” – Don`t cry for me Argentina – aus dem Musical Evita. Eine anspruchsvolle Melodie, die mutig von Sarah Elena vorgetragen wurde, unterstützt durch die Klavierbegleitung. Dieses nicht so einfache Lied, wurde ausdrucksstark vorgetragen, ein Stück zum hinhören. Es gab den wohlverdienten Beifall für beide.

Die Sänger kamen nochmal auf die Bühne und sangen „Memories of Heidelberg” was uns ebenfalls bekannt ist.
Das folgende „Tango Medley” war Spitze! Ach Egon, Egon, Egon – Florentinische Nächte – Das machen nur die Beine von Dolores – da werden Erinnerungen wach, an Zeiten, als wir noch zum Schwofen gingen.
Das nächste Medley wurde von Heinz Seifert für die Sänger bearbeitet. „Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt”, „Griechischer Wein” und „Akropolis adieu” – Diese Oldies gefielen uns sehr. Man denkt an Sonne, Urlaub, Taverne und Tanzen. Die Sänger haben es bestens gesungen und uns zur Freude vorgetragen!
Swea Geißler kündigte nun das Lied „Liebe ist ... ” an und sang die erste Strophe davon. Die Sänger haben dann die weiteren Strophen gesungen, wobei die schönen Tenorstimmen besonders zum tragen kamen und von den tieferen Stimmlagen sehr melodisch untermalt wurden.

Klaus–Henning Becker bedankte sich nun beim Publikum, dazu klatschten die Sänger und Musiker Beifall, eine nette Geste.
Den fleißigen Helferinnen wurde ebenfalls gedankt.
Swea Geißler und Sarah Elena Lüers bekamen einen Blumenstrauß überreicht.
Für die beiden Begleiter Leander und Maximilan gab es einen Umschlag – als Dank und Ansporn. Vielleicht hört man die drei jungen Leute bald mal wieder? – Für Karsten Marquardt gab es eine Flasche Wein.

Es muss auch Klaus–Henning Becker für seine gute Moderation gedankt werden, locker vom Hocker, auch wenn man weiß, was alles dazu gehört an Vorbereitungen.
Zum Abschluss spielten die Musiker das Niedersachsen Lied. Die Sänger sangen die vielen Verse (von Heinz Seifert dafür geschrieben). Im Saal wurde kräftig mitgesungen, besonders beim Refrain, den jeder kannte.

So endete ein fröhlicher musikalischer Nachmittag, jeder spürte wohl noch länger, den Schwung und die Fröhlichkeit in sich.
Das lässt sich gerne mal wiederholen, vielleicht kommen dann auch jüngere Gäste dazu, es lohnt sich und wäre wünschenswert!

Ich hoffe, dass ich nun alles Wichtige erwähnt habe.

Noch einen schönen Sommer bei guter Gesundheit
wünscht Euch Anne–Liese Peters
Im Juli 2013